Eimmarts Pendeluhr


Abb. aus dem Astronomischen Handbuch von Rost (1718)

Für seine Beobachtungen benutzte Eimmart diese Pendeluhr. Als die Sternwarte 1751 aufgelöst wurde, fertigte man ein Verzeichnis der noch vorhandenen Geräte an. Darin sind zwei "Secunden-Uhren" aufgeführt, die beide von Zacharias Landeck angefertigt worden sein sollen. Wahrscheinlicher scheint allerdings, dass die von Eimmart benutzte Uhr vom Vater Johann Carl Landeck angefertigt wurde.

Johann Leonhard Rost beschrieb diese Uhr ausführlich in seinem Astronomischen Handbuch von 1718 (S. 311f.). Er betonte, dass diese Art von Uhren "allen andern / billich vorzuziehen" seien. Doch "darf man sie gleichwohl nicht vollkommen preisen", da zum Beispiel durch Temperaturschwankungen "ihre sonst ziemlich gleiche Bewegung / unvermerckter weise alteriren kan."


Abb. auf der Sternkarte von Doppelmayr

Bei der Auflösung der Eimmart-Sternwarte ließ man diese Uhr noch in dem Häuschen über dem Aufgang zur Vestnertorbastei hängen. 1757 wurde sie hier entfernt und den Mathematikprofessoren am Egidien-Gymnasium zur Verfügung gestellt. Als Hegel Direktor wurde, musste die Uhr in seinem Büro angebracht worden. Dort wurde sie gestohlen, was Hegel erst Tage später bemerkte.