Quelle: Johann Carl Rost

Johann Carl Rost

Nürnberg Arzt und Hobbyastronom.

* 24.11.1690 in Nürnberg ; †29.9.1731 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Carl Rost besuchte zunächst die Sebalder Schule, dann das Egidiengymnasium, wo er auch Vorlesungen im Auditorium hörte. 1708 begann er ein Medizinstudium in Altdorf. 1712 promovierte er zum Doktor der Medizin. Danach trat er eine Reise durch verschiedene deutsche Städte an, die ihn nach Coburg, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha, Leipzig, Halle, Wittenberg, Berlin, Frankfurt an der Oder und Dresden führte. Über Böhmen kehrte er wieder nach Hause zurück. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Nürnberg folgte eine ausgedehnte Reise durch Frankreich. 1715 war er wieder in Nürnberg, wo er ins Collegium Medicum aufgenommen wurde.

1717 wurde er auf Vermittlung des vordersten Losungers Johann Christoph Reichsfreiherr von Imhoff (1659-1736) Leibarzt und geheimer Rat der Großherzogin Anna Maria Franziska von Toscana (1672-1741), die auf einem Schloss in Böhmen residierte. 1720 verließ er diesen Posten und kehrte nun endgültig nach Nürnberg zurück. 1724 hielt sich die Herzogin in Nürnberg auf, wo sie ihn zu ihrem Hofrat ernannte. Wie seinem Bruder war ihm kein langes Leben bestimmt, er starb gerade 41 Jahre alt geworden an der Schwindsucht in Nürnberg.

Sein einziger, gleichnamiger Sohn Johann Carl Rost (1728-1816) wanderte als Trommler nach Schweden aus.

Wirken:

Von 1705 bis 1708 arbeitete Johann Carl Rost als Assistent auf der Eimmart-Sternwarte mit. Damals war Johann Heinrich Müller (1671-1731) Sternwartendirektor. In seinem späteren Berufsleben benutzte er seine Freizeit dazu, die „Himmelsbegebenheiten“ zu beobachten, wovon einige Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften seiner Zeit zeugen.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Am 17. Juli 1727 wurde Rost als auswärtiges Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen sowie am 24. September 1727 unter dem Namen Olympus I in die Kaiserliche Akademie der Naturforscher (Leopoldina).

Ausgewählte Werke:

Zeitschriftenbeiträge

Literatur:

Links:



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