Christoph Jacob Glaser

Nürnberger Geistlicher und Hobbyastronom.

* 24.7.1662 in Möhrendorf ; †18.10.1722 in Nürnberg

Lebenslauf:

Christoph Jacob Glaser besuchte die Sebalder Schule in Nürnberg. Danach hörte er Vorlesungen im Auditorium des Egidiengymnasiums. Ab 1683 studierte er Theologie in Altdorf, hörte aber auch Vorlesungen bei Johann Christoph Sturm (1635-1703), unter dem er 1688 zur Erlangung der Magisterwürde disputierte. Ab 1689 studierte er für ein Jahr in Jena. Danach reiste er durch Sachsen nach Hamburg und besuchte die bekanntesten Städte in Holland. Über Hamburg und Jena kehrte er nach Nürnberg zurück, wo er 1692 die Frühpredigt in der Margaretenkapelle auf der Burg erhielt. 1694 wurde er Diakon zu Altdorf, 1699 dann in Nürnberg bei St. Sebald. 1719 wurde er Schaffer, in dieser Funktion starb er im Oktober 1721.

Wirken:

Glaser arbeitete vor seinem Studienbeginn von ca. 1680 bis 1683 bei Georg Christoph Eimmart (1638-1705) auf dessen Sternwarte als Assistent mit. Offensichtlich hielt er auch danach noch Kontakt zu Eimmart, denn 1691 veröffentlichte er einen Brief an Martin Knorre (1657-1699), indem die Eimmart-Sternwarte ausführlich vorgestellt wurde. Beigebunden war ein Kupferstich, der die Geräte des Observatoriums zeigte. Martin Knorre hatte ebenfalls bei Sturm in Altdorf studiert und darüber dürfte ihn Glaser gekannt haben. 1691 war er bereits Mitarbeiter bei Deutschlands wichtigster wissenschaftlicher Zeitschrift, den Acta Eruditorum. Mit dem Brief war wahrscheinlich die – allerdings vergebliche – Hoffnung verbunden, dass er Eingang in diese Zeitschrift fände.

1694 brachte Glaser eine Schrift über das Zodiakallicht heraus, die er wahrscheinlich im Auftrag Eimmarts verfasste, der zu einem der frühen Beobachter dieses Phänomens zählte.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

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