Gemälde der Eimmartin zur Sonnenfinsternis von 1706. Staatsbibliothek zu Berlin: Kart A2398

Maria Clara Eimmart

die einzige Astronomin Nürnbergs von einiger Bedeutung.

* 27.5.1676 in Nürnberg ; †28.10.1707 in Nürnberg

Lebenslauf:

Maria Clara Eimmart wurde als Tochter des Nürnberger Sternwartegründers Georg Christoph Eimmart (1638-1705) geboren. Der Vater unterrichtete sie selbst. Sie lernte Malen und Radieren, aber auch Latein, Französisch und Mathematik. Schon sehr früh interessierte sie sich für die Astronomie und wurde dem Vater eine wichtige Gehilfin auf der Sternwarte.

Nach dem Tod des Vaters wurde die Sternwarte von der Stadt Nürnberg angekauft und Johann Heinrich Müller (1671-1731) als neuer Direktor eingesetzt. hn heiratete Maria Clara Eimmart im Januar 1706, doch starb sie bereits ein Jahr später im Kindbett.

Wirken:

Maria Clara Eimmart war eine eigenständige und fähige astronomische Beobachterin. Zwischen 1693 und 1698 entwarf sie etwa 250 Skizzen des Mondes, worüber sie die einzige Frau von einiger Bedeutung in der Geschichte der Selenografie, also der kartografischen Erfassung der Mondoberfläche, wurde.

Am 12. Mai 1706 konnte sie die damalige totale Sonnenfinsternis von der Sternwarte aus beobachten. Sie hat dazu zwei Gemälde angefertigt, die lange Zeit als verschollen galten. 2012 hat aber Markus Heinz von der Berliner Staatsbibliothek eines davon wieder entdeckt - siehe das Bild oben.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



Zurück zur alphabetischen Übersicht