Galilei und Marius

J.A.C. Oudemans, J. Bosscha


Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb die Holländische Akademie der Wissenschaften einen Preis für die Entscheidung der Frage aus, ob die Anschuldigung Galileis, dass der 1614 veröffentlichten Mundus Jovialis von Simon Marius ein Plagiat sei, zu Recht bestehe. Darauf ging nur eine Arbeit des Nürnberger Gymnasiallehrers Josef Klug ein, der sich einseitig auf die Seite von Galilei schlug.

Jean Abraham Chreètien Oudemans (1827-1906) und Johannes Bosscha (1831-1911) machten sich daraufhin selbst an die Arbeit und veröffentlichten ihre Ergebnisse  in den Archives néerlandaises des sciences exactes et naturelles 8 (1903), S. 115-189. Mit diesem Aufsatz galt Simon Marius als rehabilitiert. Die folgenden Seiten bieten eine auszugsweise Übersetzung aus dem Französischen, angefertigt von Rainer Gröbel, Mitglied der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (NAA). Dabei sind nur die wesentlichen Argumente wiedergegeben. Weitere Beiträge zur Übersetzung sind willkommen.

1907 veröffentlichte Johannes Bosscha einen zweiten Aufsatz: Simon Marius. Réhabilitation d"un astronome calomnié. Archives néerlandaises des sciences exactes et naturelles,Serie II, Teil 12 (1907), S. 258-307, 490-528. Darin belegt er detailliert die Mängel der Arbeit von Josef Klug, bezüglich des Streites von Marius und Galilei finden sich keine neuen Argumente.

 

Zum Aufsatz von Oudemans und Bosscha